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Heute geht es um die Früchte oder auch Schoten und die Blüten dieses einzigartigen Wunderbaumes.

Die Früchte und/oder auch Schoten der Moringa oleifera werden von 25 bis 60, teilweise sogar 90 cm lang und je nach Wuchs bis 3 cm dick. Sie bleiben lange am Baum hängen bis sie dann schließlich mit drei Klappen aufspringen.

Diese spezielle Form dieser langen und gerippten Schoten hat ihnen ihren Namen “Drumsticks” also Trommelstöcke oder “Plots” eingebracht. Sie sehen unseren Bohnen bis auf die Größe sehr ähnlich, sind sehr nahrhaft und tragen pro Stück rund 20 bis 30 Samen in sich.

Die Früchte, respektive Schoten werden in Indien und Afrika, wo sie ihren Ursprung haben, sowohl grün und frisch, als auch getrocknet in Pulverform verzehrt.

In vielen Ländern werden die grünen und unreifen Schoten als Gemüse gedämpft, gedünstet oder gekocht verspeist. Die Zubereitungsart erinnert in unseren Breiten an grüne Bohnen oder Erbsen.

Oft werden die Schoten aber auch ganz einfach in Scheiben geschnitten und sauer eingelegt, wodurch man dann das ganze Jahr hindurch Moringaschoten zur Verfügung hat. Ganz besonders in Indien wird die Frucht der Moringa als Nahrung sehr geschätzt.

Im chinesischen Raum werden die ausgewachsenen, aber immer noch grünen Schoten schon 40 Tage nach der Blütezeit geerntet und z.B. in landesspezifischen Suppen verkocht. Die Geschmacksnote ähnelt dem, des heimischen Spargels. Die älteren, braunen Schoten müssen auch, wie der Spargel vor dem Genuss von der holzigen Schale gelöst werden und werden meist in Gewürzmischungen, wie z.B. Curry verarbeitet.

Wie auch alle anderen Teile der Moringa oleifera werden auch die Früchte/Schoten als wichtige Nahrungsquelle für Jung und Alt genutzt.

Sie sind sehr reich an Vitalstoffen und enthalten viel Eiweiß, wertvolle Proteine, Mineralien und Spurenelemente.Dadurch sind sie eine außerordentlich wichtige Nahrungsquelle für Kinder und Heranwachsende.

Die Einsatzmöglichkeit im medizinischen Bereich geht von Gelenkschmerzen, Leber- und Milzproblemen über Erkrankungen durch Fehlernährung, wie Skorbut bis hin zur Entwurmungs- und Entgiftungskur.

Kommen wir zu den Blüten!

Traditionell werden die Moringablüten zu Tee, Nektar und sogar zu Honig verarbeitet (natürlich mit Hilfe von Bienen).

Da der Moringabaum, bereits 8 Monate nachdem man den Samen in der Erde gebracht hat, zu blühen beginnt – und unter optimalen Bedingungen das ganze Jahr hindurch blüht, eignet er sich sehr gut für die Bienenzucht und dadurch auch für die Produktion von wertvollem Bienenhonig, der zum Teil mit allen Eigenschaften der Moringa oleifera gesättigt ist.

Bei der Ernte von einem Kilo Moringa Blätter fallen höchstens 5 Gramm Blüten an, aus diesem Grund ist die Blüte einer der edelsten Bestandteile dieses einzigartigen Wunderbaumes.

Sie schmeckt wie eine Kombination aus Nüssen und Pilzen. Durch diesen wirklich besonderen Geschmack kann man sie in vielfältiger Weise nutzen. Man kann sie genauso als Salatbeigabe zugegeben werden, als in getrockneter und geriebener Form zum Würzen von vielerlei Speisen.

Da sich die Moringablüten auch sehr gut mit anderen Blüten, wie z.B. Linden- und Holunderblüten kombinieren lassen, bereitet man in vielen Regionen einen schmackhaften Tee, der die Körperenergie binnen kürzester Zeit wieder in die richtigen Bahnen lenkt.

Dieser spezielle Tee ist tatsächlich etwas für richtige Genießer und Feinschmecker.

Er schmeckt nicht nur hervorragend, bei Husten, wie bei vielen anderen Erkältungserscheinungen wirkt er auch noch dementsprechend wohltuend und heilend. Bei Harnwegsinfekten oder anderen Problemen des Wasserlassens hilft er schnell und wirkungsvoll.

Stillende Mütter sollten keinesfalls auf dieses wohlschmeckende Getränk verzichten, da durch regelmäßige Zuführung die Qualität und der Fluss der Muttermilch monumental verbessert wird.

Allen Erzeugnissen aus Moringablüten, egal ob Speisen oder Tee, wird traditionell eine stimmungsaufhellende, stimulierende, kräftigende und entzündungshemmende Wirkungen nachgesagt.

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